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Low-Flow-Anästhesie bietet Vorteile für die Lungen, das Budget und die Umwelt.

Bei der Low-Flow-Anästhesie nutzt ein Rückatmungssystem einen Frischgasfluss (FGF), der geringer ist als bei der Alveolarventilation des Patienten. Bei dieser Methode wird weniger Narkosegas verwendet als bei herkömmlichen Systemen, es gelangt weniger Gas in die Atmosphäre, und die Flussdynamik der eingeatmeten Luft wird verbessert. Low Flow zeichnet sich in der Regel durch einen Frischgasfluss von weniger als 1 l/min aus. Bei minimalem Fluss wird der FGF auf 0,5 l/min verringert.

Warum sollten wir zur Low- oder Minimal-Flow-Anästhesie wechseln?

Die Senkung des Frischgasflusses bringt einige Vorteile mit sich:

Ökonomisch (Sparprogramm)

Die Narkosegaskosten machen einen großen Teil der Gesamtbetriebskosten von Narkosegeräten aus. Die Verringerung des Narkosemittelverbrauchs in Ihren Operationssälen wird sich positiv auf die Gesamtausgaben des Krankenhauses auswirken.

Umweltauswirkungen

Bei der Low-Flow-Anästhesie gelangt weniger Narkosegas in die Umwelt, was die Auswirkungen von Fluorkohlenstoff und Distickstoffoxid auf die Ozonschicht abschwächt.

Patientenkomfort und -sicherheit

Ein geringer FGF verbessert die Flussdynamik der eingeatmeten Gase, erhöht die mukoziliäre Clearance, erhält die Körpertemperatur und verringert den Wasserverlust. Ein geringerer Fluss verringert außerdem das Risiko eines Barotraumas, indem hoher Druck im Beatmungssystem minimiert wird.

Sicherheit des Personals im OP

Da weniger unverbrauchtes überschüssiges Gas in die Atmosphäre gelangt, wird die Konzentration des Narkosegases im OP wesentlich verringert. Dadurch wird das Berufsrisiko für OP-Personal minimiert.

Theorie und Praxis der Minimal-Flow-Frischgasanästhesie

In der Auswertung von Brattwall et al. im Canadian Journal of Anesthesia werden die Vorteile der Minimal-Flow-Frischgasanästhesie beschrieben.  Sie enthält eine praktische Anleitung zur sicheren Implementierung der Low-Flow- und Minimal-Flow-Anästhesie in der klinischen Praxisroutine.

Welche Risiken bestehen potenziell bei der Low-Flow-Anästhesie?

Hypoxische Mischungen

Hypoxische Mischungen stellen bei der Low-Flow-Anästhesie das größte Risiko dar. Die Verringerung des Frischgasflusses in einem Rückatmungs-Kreissystem führt zu einer Differenz zwischen der Konzentration des zugeführten O2 (FD) am gemeinsamen Gasauslass und dem eingeatmeten O2 (FIO2). Folglich sinkt der FIO2-Wert unter die Fraktion des zugeführten Sauerstoffs (FDO2). Dies wird nicht immer richtig erkannt, und hypoxische Mischungen können entstehen, wenn die Einstellungen nicht angepasst werden. Mit einem aktiven Hypoxieschutz für die Einatmung konnte die Bildung von hypoxischen Mischungen erwiesenermaßen verhindert werden. 

Unzureichende Narkosetiefe

Während der Low-Flow-Anästhesie besteht das potenzielle Risiko einer unzureichenden Narkosegaskonzentration. Dank eines Systems zur automatischen Gaskontrolle (AGC, automatic gas control) ist eine ständige manuelle Anpassung von FGF, FIO2 und EtAA nicht mehr erforderlich. Durch direktes Targeting von FIO2 kann eine Hypoxie verhindert werden. Durch Targeting von EtAA bei der gewünschten Geschwindigkeit kann das Risiko einer Unter- oder Überdosierung verringert werden.

Erfahren Sie mehr über unsere Automatische Gaskontrolle (AGC, <i>automatic gas control</i>)