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Clémence Bouvet, die Judoka

Schwarzer Gürtel, Ausgeglichenheit, Werte und Freundschaft: All das fand sie im Dojo.

 Mit acht Jahren begann sie mit Judo und mit 80 Jahren will sie immer noch dabei sein. Für Clémence Bouvet geht es beim Judo nicht nur darum, zu trainieren und Gürtel zu erlangen. Der Sport bringt Ausgeglichenheit und Freundschaften in ihr Leben.

Als Clémence Bouvet ein Kind war, wohnten sie und ihre Familie neben einem Dojo. Das ist ein Club für Judokas, die Judo praktizieren. Sie wurde neugierig, was dort vor sich ging und eines Tages, als sie acht Jahre alt war, meldeten ihre Eltern sie an.

„Es war gleich nebenan, günstig und jeder kann damit anfangen, egal ob jung, alt, klein oder groß. Judo hat sofort Spaß gemacht, es war also nicht schwierig mit dem Training zu beginnen“, erinnert sich Clémence.

Im Judo trägt man Gürtel, die zeigen, wie gut man den Sport beherrscht. Der erste Gürtel ist weiß und man bekommt ihn von seinem Lehrer. So funktioniert es bis zum braunen Gürtel, danach kommt der ehrenwerte schwarze Gürtel.

„Wenn du einen schwarzen Gürtel erhälst, muss er zuvor von einer Kommission genehmigt werden. Danach wird er in einer großen Zeremonie überreicht. Es gibt mehrere Stufen innerhalb des schwarzen Gürtels, aber es gibt tatsächlich noch eine weitere Stufe danach – der rote Gürtel.“

Clémence schaffte alle Stufen bis zum braunen Gürtel. Ihre bisher schwerste Herausforderung im Judo war es, den schwarzen Gürtel zu bekommen.

„Es gab so viel vorzubereiten für die Kata. Das ist eine Reihe von Techniken, die beherrscht werden müssen, um den schwarzen Gürtel zu bekommen. Ich habe mehrere Monate lang viel Zeit dafür investiert. Und als ich 18 Jahre alt war, bekam ich während einer Zeremonie endlich meinen schwarzen Gürtel und war unglaublich glücklich.“

Für Clémence steckt jedoch viel mehr dahinter als nur der Stolz auf die Farbe des Gürtels, den sie trägt. Judo, ein japanisches Wort, das am besten als „sanfter Weg“ übersetzt wird, vermittelt grundlegende Werte, die als Moralkodex im Judo bezeichnet werden. Der Kodex umfasst Freundschaft, Mut, Aufrichtigkeit, Ehre, Bescheidenheit, Respekt, Selbstbeherrschung und Höflichkeit.

„Jeder einzelne dieser Werte ist für mich gleich wichtig. Und nicht zuletzt Freundschaft – ich habe so viele Freunde, mit denen ich trainiere, und wir teilen fantastische Judo-Momente. Ich habe sogar meinen Freund im Dojo kennengelernt“, sagt Clémence und lächelt.

Wenn sie Judo übt oder im Wettkampf ist, konzentriert sie sich zu 100 % auf die Aufgabe und wartet immer auf die richtige Gelegenheit.

„Ich muss mich ständig übertreffen. Und ich lerne mit jedem Training und jedem Wettkampf immer mehr. Es gibt immer eine Technik, die ich besser beherrschen könnte und einige Details für die perfekte Ausführung. Ich mag es auch, mich mit anderen zu messen, und die Aufregung beim Wettkampf.“

Obwohl Judo eine Einzelsportart ist, ist es auch eine Sportart, die gegenseitige Unterstützung fördert.

„Um Fortschritte zu erzielen, müssen wir uns gegenseitig helfen. Das gilt für alle. Was ich an Judo sehr mag, ist zu sehen, dass jemand anderes nach harter Arbeit und viel Engagement sein Ziel erreicht.“

Tagsüber arbeitet Clémence in der Abteilung Marketing Communications bei Getinge in der französischen Stadt Ardon. Sie stellt die Marke vor und akquiriert Kunden in Südwesteuropa.

„Ich liebe meine Arbeit! Jeder Tag ist anders, genau wie beim Judo. Du musst ruhig und wachsam bleiben und dich ganz auf die Aufgabe konzentrieren.“

Und es gibt noch mehr Dinge, die Clémence auf dem Tatami erreichen möchte, dem Teppich, auf dem Judokas ringen:

„Judo auszuüben bedeutet, mich immer wieder herauszufordern. Mein Mentor ist 80 Jahre alt und praktiziert immer noch Judo. Er hat sogar den roten Gürtel, und es besteht kein Zweifel, dass ich versuchen werde, die Leiter genau wie er zu erklimmen.“