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Greg Hanoian, der American Football-Spieler

Sein Traum wurde wahr, jetzt verfolgt er ihn aus einem anderen Blickwinkel.

Das Wichtigste im Leben von Greg Hanoian ist American Football. Schon von Kindesbeinen an war dieser Sport seine große Leidenschaft. Schließlich schaffte er es in eine der weltgrößten Football-Ligen und nun, einige Jahre nach seiner aktiven Spielerkarriere, lotet er seine Grenzen neu aus und startet mit Vollgas in die Verwirklichung seiner Träume.

Dass Football für einen 10-Jährigen nicht unbedingt die sicherste Sportart war, hielt Greg Hanoian nicht von seinem Hobby ab.

„Schon mein Vater spielte im College Football. Das hat mich inspiriert. Ich liebte das Spiel und fühlte mich sowohl als Spieler als auch Zuschauer pudelwohl“, sagt Greg Hanoian, ehemaliger Profispieler und heutiger Football-Schiedsrichter.

American Football ist ein Mannschaftssport, bei dem 11 Spieler pro Seite auf einem rechteckigen Spielfeld gegeneinander antreten. Der zugehörige ovale Ball kann durch Werfen oder Laufen nach vorn gebracht werden. Um Punkte zu erhalten, gilt es, die Ziellinie des Gegners zu erreichen.

„Es ist fast wie eine Partei Schach, bei der extrem gutes strategisches Denken gefragt ist. Ständig muss man umdenken und seine Taktik ändern.“

Nachdem er auch an der Highschool spielte, erhielt Greg ein Stipendium, um auch während seines fünfjährigen Studiums an der Syracuse University weiter spielen zu können. Sein Kindheitstraum war es, einmal in der National Football League (NFL) zu spielen.

„Das ist kein leichtes Vorhaben, denn von den vielen Talenten, die es versuchen, gelingt dieser Schritt nur sehr wenigen. Du brauchst Menschen, die an dich glauben und bereit sind, dir eine Chance zu geben“, erklärt Greg.

Und genau diese standen Greg zur Seite, sodass er es 2005 schließlich in die NFL schaffte. Seine erste Station waren die Detroit Lions, gefolgt von den Green Bay Packers, den New York Giants, Rhein Fire und den Kansas City Chiefs.

„Dort wehte ein rauer Wind – genauso schnell, wie du an einem Tag der Größte bist, kannst du schon am nächsten Tag rausfliegen. Du wird ständig beurteilt. Man könnte es sich in etwa wie einen Job vorstellen, an dem du jeden Tag gefeuert werden kannst, wenn du keine Leistung bringst. Aber wissen Sie was? Ich habe es geliebt. Für mich war es das Größte, auf dem Spielfeld zur Höchstleistung aufzulaufen“, so Greg.

Seiner Meinung nach ist American Football das Wichtigste im Leben. Die Tiefpunkte sind ernüchternd und die Siege phänomenal, aber die Momente auf dem Spielfeld sind mit nichts vergleichbar.

„Du musst dich absolut auf das Spiel konzentrieren. Auf dem Feld heißt es , Mann gegen Mann, und wer gewinnt, hängt allein von deinem inneren Willen ab. Davon, wie sehr du mental darauf fixiert bist, jemanden aus 5 bis 10 Metern Entfernung mit Vollgas zu rammen. Das ist eines der unnatürlichsten Dinge, die man tun kann, denn unsere Gehirne sind darauf programmiert, Zusammenstöße unter allen Umständen zu vermeiden. Es ist ein amüsanter mentaler Kampf“, meint Greg.

Die schönste Erinnerung aus den Jahren seiner aktiven Spielerkarriere ist die enge Beziehung zu seinen Teamkollegen.

„Da draußen auf dem Spielfeld passiert so viel. Wir hatten wirklich tolle, aber auch richtig miese Zeiten und sind zusammengewachsen – genau wie eine Familie. Manche meiner damaligen Mitspieler zählen auch heute noch zu meinen engsten Freunden.“

Im Jahr 2007 wurde Greg verletzt und sein Arm war gelähmt. In dieser Saison konnte er nicht mehr antreten und danach war seine Spielerkarriere im Grunde zu Ende. So begann er, sich ein paar Jahre lang auf andere Dinge im Leben zu konzentrieren – er und seine Frau hatten zwei Töchter und er startete eine Laufbahn als Vertriebsvertreter bei Getinge. Aber etwas fehlte ...

„Neben meiner Tätigkeit bei Getinge begann ich als Schiedsrichter, um nicht ganz auf Football verzichten zu müssen. Ich hatte das Spiel wirklich vermisst und auch wenn ich nicht mehr selber spielte, so war es mir doch noch immer sehr wichtig. Pro Spiel gibt es fünf Schiedsrichter und nicht ohne Grund nennt man uns oft auch die dritte Mannschaft auf dem Platz. Spiel und Schiedsrichtertätigkeit gehen Hand in Hand. Auf diese Weise kann ich dem Sport, der mir so viel gegeben hat, auch etwas zurückgeben und gleichzeitig jede Menge Spaß haben.“

Aktuell ist Greg Schiedsrichter beim Highschool-Football. Er ist jedoch extrem ehrgeizig und tief in seinem Innern überzeugt – eines Tages wird er in die NFL zurückkehren.

„Jeder Schritt, den ich als Schiedsrichter mache, bringt mich der NFL einen Schritt näher. Ich studiere unablässig das Regelwerk und trete bei möglichst vielen Spielen als Schiedsrichter an, um besser zu werden. Wenn man etwas wirklich will, geht es nicht nur darum, das Ziel zu erreichen, der Weg dorthin ist genauso wichtig. Und wie bei jeder großen Errungenschaft müssen auch hier einige Opfer gebracht werden, aber meine Familie ist sehr verständnisvoll und ich freue mich, dass sie mich ermutigt, meine Träume zu verwirklichen.“