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Johannes Wenzell, der Superheld

Dieser Superheld kämpft auf der Arbeit gegen Verunreinigungen – und hilft in seiner Freizeit Kindern im Kampf gegen den Krebs.

Superhelden – das sind doch diese starken, mutigen und mächtigen Gestalten, die in Comic-Büchern die Bösewichte besiegen. Schon als kleines Kind war Johannes Wenzell aus dem gleichnamigen Dorf, in dem Getinge seinen Sitz in Schweden hat, hellauf von ihnen begeistert. Damals hatte er noch nicht die geringste Ahnung davon, dass er selbst einmal einer werden würde.

Die Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen und sie glücklich zu machen, bestimmt schon immer das Leben von Johannes Wenzell.

„Wenn ich einer anderen Person ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, bringt mich das selbst zum Lachen und gibt mir jede Menge Energie“, berichtet er.

Im Jahr 2007 wurde bei seinem Vater Krebs diagnostiziert. Johannes Wenzell musste mit ansehen, wie sein großes Vorbild erkrankte, und erlebte das unangenehme Gefühl, nichts dagegen tun zu können.

Damals entschied er, sich in irgendeiner Weise engagieren zu müssen. Er wollte nicht nur etwas für kranke Menschen tun, er wollte auch deren Angehörigen diese schwere Zeit erleichtern.

Einige Jahre später begann er damit, darüber nachzudenken, wie er einen Unterschied machen könnte. Schnell kamen ihm die Superhelden in den Sinn, die er schon immer so sehr bewundert hatte. Was, wenn er selbst einer werden könnte?

„Just in dem Moment, als ich mich entschlossen hatte, mich als Superheld zu verkleiden und an Krebs erkrankte Kinder in Krankenhäusern aufzumuntern, hörte ich von der schwedischen Freiwilligenorganisation Superheroes against cancer, die genau das Gleiche tat. Ich kontaktierte sie und kurze Zeit später war ich Teil des Teams“, berichtet Johannes Wenzell.

Die ehrenamtlichen Helfer von Superheroes against cancer besuchen Kinderkrankenhäuser, um denen Freunde und Hoffnung zu spenden, die es am allernötigsten haben. Auch bei Firmenveranstaltungen sind sie mit dabei. Mit 20 % der Einnahmen, die bei diesen Events gesammelt werden, finanziert die Organisation die Arbeit ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiter. Die restlichen 80 % gehen direkt an die Krebsforschung.

Mit 33 Jahren noch immer Superheld spielen zu dürfen ist ein wahr gewordener Traum für Johannes Wenzell, und gleichzeitig die Chance, Freude zu schenken. Bei seinen ersten Auftritten verkleidete er sich als Iron Man, aber das Kostüm war zu schwer und zu unbequem, sodass er schon bald in die Rolle von Spiderman schlüpfte.

„So konnte ich einfacher mit den Kindern spielen. Denn dafür sind wir ja schließlich da: mit ihnen zu spielen und sie aufzumuntern, damit sie zumindest für eine kurze Zeit ihre Krankheit vergessen“, erklärt Johannes Wenzell.

Die Kinder sind immer gespannt auf ihre Idole, anfangs sind einige noch schüchtern, aber die Neugier siegt meistens ganz schnell.

„Wir ermuntern sie dazu, Spaß zu haben. Gib-mir-fünf und Selfies sind sehr beliebt. Sie wollen auch, dass ich auf Mauern klettere und Netze schieße, aber ich sage ihnen dann, dass ich meine Superkräfte nur nutze, wenn es wirklich notwendig ist“, meint Johannes Wenzell mit einem Lächeln.

Es ist offensichtlich, wie sehr er diesen Job liebt und wie es ihn erfüllt, wenn die Eltern erleichtert sind, dass ihre Kinder endlich einmal unbeschwert spielen und ihrer Krankheit für einen kurzen Moment Einhalt gebieten können.

Aber manchmal ist es auch sehr hart. Ein besonders schwerer Moment war, als er mit einem vierjährigen Mädchen spielte. Sie war vollkommen vertieft in den Augenblick, war aber gleichzeitig so krank, dass sie nicht mehr lange zu leben hatte. Als es für die Superhelden an der Zeit war, die Heimreise anzutreten, und sie ihr versicherten, sie würden sich bald wiedersehen, war sie wieder mit ihrer harten Realität konfrontiert und protestierte kopfschüttelnd:

„Nein, Spiderman. Ich werde dich nie wiedersehen.“

Johannes Wenzell lächelt oft und viel, aber wenn er sich an diesen Moment erinnert, sieht man in seinen Augen eine tiefe Traurigkeit. Deshalb ist es so wichtig, dass sich das Team nach den Besuchen trifft, über die Erlebnisse spricht und sich gegenseitig auffängt.

„Es ist schon hart. Ich bin froh, dass ich immer eine Maske trage, damit sie nicht sehen können, wenn ich manchmal dahinter weine. Ich möchte, dass die Kinder uns mit Spaß und Freude in Verbindung bringen. Und es macht mich so glücklich, wenn wir in ein Krankenhaus zurückkehren und die gleichen Kinder treffen und sehen, dass sie auf dem Weg der Besserung sind. Wie mein Vater es damals glücklicherweise auch war“, berichtet er.

Die Krankenhausumgebung ist Johannes Wenzell vertraut und er kann sich mit den Mitarbeitern fachkundig über das Equipment von Getinge austauschen.

„Sie sind immer überrascht, wenn Spiderman plötzlich in der Tür steht und sagt ,Ich baue die Autoklaven, mit denen Sie Ihre Instrumente sterilisieren, um Kontaminationen zu vermeiden‘. Getinge macht sich für das Leben stark. Und in meinem Ehrenamt tue ich genau das Gleiche. Ich liebe meine beiden Jobs und kann mir keine bessere Kombination vorstellen“, meint er.