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Kathrin Sonza Reorda, die Märchenerzählerin

Sie ist der einzige Spezialeffekt, den sie kriegen, aber dafür einer, den sie niemals vergessen werden.

Ich möchte eine Geschichte über ein kleines schüchternes Mädchen erzählen, die davon träumte, Schauspielerin zu werden, und am Ende etwas ganz anderes wurde. Heute begeistert sie das Publikum mit ihren Auftritten und sie liebt es.

Als kleines Mädchen träumte Kathrin Sonza Reorda davon, eine berühmte Schauspielerin zu werden. Aber obwohl sie es liebte, auf der Bühne zu stehen, war sie doch sehr schüchtern und entschied sich, ihren Traum aufzugeben. Stattdessen studierte sie Sozialpädagogik und arbeitete mit Kindern, was ihr ebenfalls sehr am Herzen lag.

„Aber vor ungefähr 10 Jahren stellte ich fest, dass ich mehr Abenteuer in meinem Leben brauchte. Ich wollte wieder auf der Bühne stehen und begann, meinen Kindheitstraum auf andere Weise zu verfolgen“, berichtet Kathrin Sonza Reorda.

Dies war der Moment, als sie zur professionellen Märchenerzählerin wurde. Aber was macht eigentlich eine Märchenerzählerin?

„Man hat viele Möglichkeiten. Ich kleide mich passend zu  den Geschichten, die ich erzähle, und trete vor unterschiedlichem Publikum auf. Das kann in Schulen, auf Geburtstagen, in Unternehmen oder auf Festivals sein. Am meisten zu tun habe ich um Weihnachten herum. Zu dieser Zeit des Jahres lieben es die Leute noch viel mehr, Märchen zu hören“, erläutert sie.

Die Geschichten schreibt Kathrin Sonza Reorda nicht selbst. Aber jedes Mal stellt sie eines neues Programm aus unterschiedlichen Märchen zusammen, die ihr besonders gut gefallen. Damit eine Geschichte lebendig wird, muss man nicht nur erzählen, sondern auch schauspielern und manchmal singen. Im Publikum sitzen die unterschiedlichsten Menschen, von 3- bis 80-Jährigen, und die Zahl der Zuschauer schwankt zwischen 20 und 200.

„Doch egal, wie viele Menschen im Publikum sitzen und wie alt diese sind, es ist ungeheuer wichtig, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Es erfüllt mich mit so viel Energie und Freude, wenn ich sehe, wie sehr sie die Geschichten lieben, die ich erzähle, und dass ich sie damit wirklich berühre“, meint Kathrin Sonza Reorda glücklich.

Vor Kindern aufzutreten ist besonders schwierig, denn deren Aufmerksamkeitsspanne ist eher kurz und ihre Reaktion sehr direkt.

„Ich bin der einzige Spezialeffekt, den sie kriegen. Deshalb baue ich immer Bewegungsspiele und Lieder mit ein, damit die Kinder eingebunden sind. Danach können sie sich wieder besser konzentrieren. Gerade aufgrund der vielen schnelllebigen Angebote durch iPads und Computer ist es für Kinder wichtig zu lernen zur Ruhe zu kommen und zuzuhören.

Das Timing ist sehr entscheidend. Da das Erlebnis besonders intensiv sein soll, wartet Kathrin Sonza Reorda immer auf den richtigen Moment. Sie nutzt viel Humor, setzt aber auch auf Emotionen. Und es ist immer ein tieferer Sinn verborgen.

„Die Geschichten, die ich erzähle, zeigen, dass das Leben nicht immer einfach ist und dass sich am Ende immer alles zum Guten wendet. Ich möchte das Publikum ermuntern, seinen Träumen nachzugehen. Und ich möchte zeigen, dass es in Ordnung ist, ab und an schwach zu sein.“

Eines ihrer Lieblingsmärchen handelt von einem Königssohn, der verflucht wird und Eselsohren bekommt. Am Ende der Geschichte tritt er den Beweis an, dass er trotzdem ein König sein kann – und sogar ein guter König. Als er seine Schwäche zugibt, verschwinden die Eselsohren.

„Wenn ich diese Geschichte erzähle, sind die Menschen immer sehr berührt und haben manchmal sogar Tränen in den Augen. Die Geschichte zeigt, dass man auch schwere Zeiten durchstehen und eine Lösung finden kann.“

Wenn Kathrin Sonza Reorda keine Märchen erzählt, spielt sie auch für Kinder Theater. Zusammen mit einer ausgebildeten Clownin führt sie die gemeinsam geschriebenen Stücke auf.

„Es geht um eine Elfe und ein flauschiges Monster, die beste Freunde sind und gemeinsam gern Abenteuer erleben. Die Kinder lieben diese Geschichten“, sagt sie.

Diese Hobbys sind für Kathrin Sonza Reorda, die in Rastatt, Deutschland, Soziale Projekte und Ferienprogramme für Mitarbeiterkinder organisiert, der perfekte Ausgleich. Aber ist das Lampenfieber weg?

„Es ist noch immer da! Vor einem Auftritt bin ich immer noch unglaublich nervös, aber sobald ich mit dem Erzählen oder Schauspielern anfange, ist die Angst wie weggeblasen und ich genieße es einfach nur noch. Nach einem Auftritt werde ich oft gefragt, ob ich Schauspielerin bin, wie ich es als Kind einmal werden wollte. Dann antworte ich Ihnen: ”Nein, ich bin jetzt Märchenerzählerin, das ist viel besser.”

Erfahren Sie mehr über Kathrin Sonza Reorda auf ihrer Website