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Luiza Teixeira, die Flamencotänzerin

Das ist der Rhythmus, bei dem sie mit muss

Ein aktiveres Leben, mehr Selbstbewusstsein und weniger Sorgen: Für Luiza Teixeira war die Entscheidung, Flamencotänzerin zu werden, vielleicht nicht die naheliegendste, aber dafür die beste, die sie je getroffen hat. Nicht nur beim Tanzen fand sie den richtigen Takt, auch ihr Leben kam dadurch wieder in den Rhythmus.

Luiza Teixeira wollte körperlich aktiv sein und hatte schon alle möglichen Sportarten ausprobiert – Ballsport, Fitnessstudio, Aerobic. Nichts davon machte ihr richtig Spaß und so zögerte sie anfangs auch, als eine Bekannte ihr vorschlug, einmal das Flamencotanzen auszuprobieren.

„Ich hatte in der Vergangenheit immer Probleme damit, im Takt zu bleiben. Deswegen war mein erster Gedanke: ,Das kriege ich niemals hin‘. Aber wissen Sie was: Es war Liebe auf den ersten Blick bzw. Versuch!“, erinnert sich Luiza.

Flamenco ist eine professionelle Kunstform, die von verschiedenen Kulturen, Folkloreelementen und Musiktraditionen Südspaniens geprägt wurde. Drei Elemente geben dabei den Ton an: Tanz, Gesang und Gitarrenspiel. Aber auch rhythmisches Klatschen und Fingerschnipsen gehören dazu.

„Die drei Grundelemente sollten in perfektem Einklang sein. Während einer Performance ergibt sich für alle drei jeweils der ganz eigene Moment, in dem sie glänzen können“, erläutert Luiza Teixeira.

Anfangs fiel es Luiza Teixeira schwer, sich im Takt zu bewegen, aber dank Sänger und Gitarrenspieler fand sie schon bald den richtigen Rhythmus.

„Beim Flamenco ist man niemals allein, man spürt ständig die Anwesenheit der anderen. Als Tänzerin folge ich den Klängen der Gitarre und wenn das Tempo des Gesangs langsamer wird, tanze ich auch langsamer.“

Dieser Tanz ist sehr liberal und strukturiert, man muss aber auch die Technik beherrschen. Wenn man darin wirklich gut sein will, ist sehr viel Training notwendig. Es gibt nicht viel Raum für Interpretation, aber als Tänzer hat man trotzdem noch viele Möglichkeiten, den Tanz und seine Wahrnehmung mitzugestalten.

„Mit seiner Hand, seinen Körperbewegungen und seinen Blicken kann man auf ganz besondere Weise etwas in den Menschen bewegen. So macht man den Tanz zu seinem eigenen.“

Anfangs hatte Luiza Teixeira Zweifel, ob sie selbstbewusst genug ist, vor einem Publikum aufzutreten. Aber schon während ihrer erster Performance schwand die Angst.

„Der Flamenco hat mir gezeigt, dass ich so, wie ich bin, schön bin. Dieser Tanz verlangt von mir, mir selbst zu vertrauen, mich so anzunehmen, wie ich bin, und immer erhobenen Hauptes durchs Leben zu gehen. Das hat mein Selbstbewusstsein enorm gestärkt.“

Schon oft im Leben hat Luiza Teixeira traurige oder schwere Momente erfahren, doch der Flamenco war für sie der Retter in der Not und hat ihr ein besseres Gefühl gegeben. Sie mag ihren Tanzlehrer sehr, denn er hat ihr unter anderem beigebracht, wie man durch Tanzen die Welt mit anderen Augen sieht.

„Im Tanzstudio kann ich mich wirklich entspannen und mich voll und ganz auf das Tanzen konzentrieren anstatt mir ständig Sorgen zu machen. Ich lasse meinen Ärger draußen und habe hinterher oft das Gefühl, dass die Lösung für mein Problem schon tief in meinem Herzen da war.“

Sechs Tage pro Woche tanzt Luiza Teixeira Flamenco. Ihre Tanzschuhe hat sie immer auf der Rücksitzbank ihres Autos dabei. Schließlich sind die Schuhe das, was sie am Tanzen am meisten begeistert.

„Beim Flamenco steppt bzw. streift man mit den Schuhen auf ganz besondere Art und Weise über den Boden. Ich liebe einfach das Geräusch und finde es toll, dass meine Füße mit der gefühlvollen Musik verschmelzen.“

Sie glaubt, dass sie ihre Flamenco-Fertigkeiten mit genauso viel Leidenschaft und Engagement perfektionieren wird, wie sie es auch mit ihren beruflichen Fähigkeiten geschafft hat, die sie für ihren Job als Kundendienstkoordinatorin in der Niederlassung von Getinge in Sao Paulo, Brasilien, braucht.

„Es gibt immer etwas Neues zu lernen und ich liebe Herausforderungen. Ich bin wirklich dankbar für alles, was der Flamenco für mich getan hat und noch tun wird. Ich habe damals nicht nur eine Möglichkeit gefunden, mich körperlich zu betätigen, sondern einen Seelenverwandten, der in mir eine Leidenschaft und ein Rhythmusgefühl entfacht hat, wie ich es niemals für möglich gehalten hätte.“