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Marie-Francoise Cabel, die Pilotin

Der Himmel ist für sie grenzenlos.

Als kleines Mädchen hätte Marie-Francoise Cabel am liebsten stundenlang Flugzeugen beim Starten und Landen zugeschaut. Sehnsüchtig folgte sie mit ihrem Blick diesen zauberhaften Flugzeugen, die vielleicht auf dem Weg zu einem besonders magischen Ort waren. Nichts wollte sie damals mehr als hoch oben in den Lüften zu schweben.

In dem Jahr, in dem Marie-Francoise Cabel zwölf Jahre alt wurde, entschloss sich ihre Familie, in die französische Stadt Orléans zu ziehen. Zur gleichen Zeit wurde auch entschieden, dass der Flughafen Orléans in die Nähe ihres neuen Zuhauses verlagert wird. Und diese beiden Wendungen mündeten für ein kleines Mädchen in einer grenzenlose Liebe zum Fliegen.

Nachdem sie sich in ihrem neuen Zuhause eingerichtet hatte, sprang Marie-Francoise Cabel jeden Sonntag auf ihr Fahrrad und fuhr zur Baustelle des neuen Flughafens, um einen Blick auf all die tollen Flugzeuge zu erhaschen.

„Ich konnte stundenlang dort sitzen und war vollkommen fasziniert, immer mit der Erinnerung an damals im Hinterkopf, als ich mit meinen Eltern nach Paris geflogen war. All die Flugzeuge auf dem Flughafen Orly zu beobachten, war für mich ein prägendes Erlebnis, und als ich dann auf einmal einen Flughafen direkt vor der Haustür hatte, konnte ich einfach nicht genug davon kriegen“, erklärt Marie-Francoise Cabel.

Zwei Jahre später meinte ihr Vater zu ihr, sie solle sich ihre Jacke schnappen; sie würden zum Flugverein fahren, um Flugstunden zu nehmen.

„Er sagte zu mir ,Ich weiß, du willst Pilotin werden, Marie-Francoise‘. Also fuhren wir zum Flugverein und sie erzählten mir, ich könnte am gleichen Tag noch anfangen.“

Neben dem normalen Unterricht an der Schule nahm Marie-Francoise nun also auch noch Flugstunden. Die Pilotenausbildung war ziemlich teuer und ihr ganzes Geld ging dafür drauf. Alle Wochenenden und Ferien wurden dem Flugtraining gewidmet. Und im Flugverein war Marie-Francoise das einzige Mädchen unter vielen Jungs.

„Damals in den 80ern gab es kaum Mädchen, die Pilotin werden wollten, aber das hat mich nicht gestört. Ich wusste, was ich wollte. Ich wollte hoch oben in den Lüften sein.“

Seit damals hat Marie-Francoise das Fliegen niemals aufgegeben. Angefangen hat alles mit Segelfliegern, einer Art motorloses Flugzeug, dass sie noch immer gern fliegt. Aber mittlerweile fliegt sie am liebsten in ihrem eigenen Flugzeug.

„Lange Zeit träumte ich davon, mein eigenes Flugzeug zu besitzen. Ich und mein Mann, ebenfalls passionierter Pilot, den ich im Flugverein kennenlernte, dürfen alle Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten am Flugzeug selbst ausführen. Es gehört irgendwie zur Familie und wir haben es auf den Namen Cirrus – nach der Wolkenform – getauft.“

Es erfordert sehr viel Arbeit, das Flugzeug und die eigenen Fähigkeiten als Pilot in Schuss zu halten. Jedes Jahr muss Marie-Francoise erneut eine Prüfung absolvieren, um ihren Pilotenschein zu verlängern. Aber die Freude, die sie und ihre Familie am Fliegen haben, ist diesen Aufwand wert.

„Wir verbringen alle Ferien und Wochenenden im Flugzeug. Manchmal fliegen wir weiter weg, manchmal bleiben wir in der Nähe von Orléans und entdecken die wunderschönen Schlösser des Loire-Tals.“

Hoch oben in der Luft zu sein, hinterlässt bei Marie-Francoise Cabel ein Gefühl tiefer Zufriedenheit und absoluter Freiheit. Beim Fliegen kann sie auch vom Alltagsstress abschalten, denn sie muss die ganze Zeit über voll konzentriert bei der Sache sein.

 „Man muss sich selbst vertrauen, Situationen schnell einschätzen und die richtigen Entscheidungen treffen, um sicher zu sein und zu bleiben. Ich gehe niemals unnötige Risiken ein und da der Himmel nicht immer klar ist, habe ich auch gelernt, bei schlechtem Wetter sicher zu fliegen. Ich liebe das Fliegen, aber ich liebe auch mein Leben“, meint Marie-Francoise Cabel mit einem Lächeln.

Neben ihrer Ausbildung zur Pilotin absolvierte Marie-Francoise Cabel später auch ein Studium zur Ingenieurin. Anfangs dachte sie daran, irgendwo zu arbeiten, wo sie Flugzeugmotoren bauen konnte, aber letztlich landete sie in der Medizintechnikbranche und ist nun im Bereich Quality & Regulatory Compliance bei Getinge tätig.

„Auch bei Getinge fertigen wir technisch ausgereifte Maschinen. Meine Arbeit und mein Hobby greifen ineinander über: Ich analysiere Situationen und muss schnell Entscheidungen treffen, und genau das liegt mir“, sagt Marie-Francoise Cabel. „Ich bin meinem Vater, der mich damals zum Flugverein mitnahm, sehr dankbar. Er sorgte dafür, dass dieses kleine zwölfjährige Mädchen nicht nur Zaungast war, sondern er verlieh mir Flügel, damit ich meinen Traum wahr werden lassen konnte.“