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Natalia Andronova, die Kunstschwimmerin

Nach Jahren als Zuschauerin am Beckenrand wird sie nun eins mit dem Wasser.

Fast zwölf Jahre lang hielt sie sich selbst im Hintergrund und bejubelte eifrig ihre Tochter. Doch eines Tages ließ Natalia Andronova sich dazu überreden, selbst den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und in die zauberhafte, aber anspruchsvolle Welt des Synchronschwimmens einzutauchen.

Natalia Andronova begann erst mit dem Sport, als es ihre Tochter zum Studium nach London zog. Dem Sport war sie jedoch schon lange leidenschaftlich verbunden – 12 Jahre unterstützte sie ihre Tochter als Betreuerin und Fan und nähte die aufwändig gearbeiteten Schwimmanzüge für ihre Auftritte.

„Ich wusste, dass der Sport anspruchsvoll ist, doch wie hart er wirklich ist, wurde mir erst klar, als ich ihn dann selbst ausübte. Synchron mit anderen zum Takt eines Musikstücks schwimmen mag trivial klingen, ist aber alles andere als einfach. Ich habe absolute Hochachtung vor all den Sportlerinnen, die das schon in jungen Jahren so hervorragend machen“, erzählt Natalia.

Als ihre Tochter nach London ging, überzeugte sie Natalia, sich den Baileys Ladies anzuschließen, einem Synchronchwimmteam im schwedischen Stockholm, dem sechs patente Damen angehören. Wie Natalia sind sie alle Mütter von Töchtern, die diesen Sport bereits betreiben.

„Es macht wahnsinnig viel Spaß! Viele von uns haben als Betreuerin der eigenen Töchter schon unzählige Stunden in der Schwimmhalle verbracht, aber als Aktive erlebt man den Sport noch einmal aus einem völlig neuen Blickwinkel.“

Synchronschwimmerinnen müssen sämtliche Fertigkeiten beherrschen, die auch beim normalen Schwimmen gefragt sind. Doch damit allein ist es noch nicht getan.

„Man muss sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche Leistung zeigen und lange kopfüber den Atem anhalten können. Die Posen verlangen nicht nur ein hohes Maß an Koordination, sondern müssen vor allem eines – elegant aussehen.“

In Schweden ist der Sport nicht sehr verbreitet; die Teams an der Weltspitze kommen laut Natalia aus Russland, Spanien und China. Und so kann sie sich auch einen kleinen Scherz über ihre Herkunft nicht verkneifen:

„Ein bisschen peinlich ist es mir mit meinem russischen Namen schon, nicht weiter vorne mitzumischen.“

Obwohl sie den Sport noch nicht sonderlich lange als Aktive ausüben, haben Natalia und ihre Teamkolleginnen bereits an der Altersklassen-WM- und -Europameisterschaft teilgenommen.

„Das waren tolle Erfahrungen. Man trifft auf so viele große Namen und lernt Profis, Kampfrichter und Trainer kennen, die ich bis dahin nur aus dem Fernsehen kannte“, schwärmt Natalia.

Gelegentlich wird sie auch selbst als Kampfrichterin tätig – ein Amt, das sie als eine Wissenschaft für sich bezeichnet.

„In die Bewertung fließen zum Beispiel Ausführung, Schwierigkeitsgrad und künstlerischer Ausdruck ein“, erklärt Natalia. „Bei richtig tollen Darbietungen bekomme ich immer eine Gänsehaut. Es ist ein wirklich toller, schöner und erfreulich verletzungsarmer Sport."

Wenn eine Trainingseinheit besonders gut läuft, sieht man im Team nichts als strahlende Gesichter. Der Sport bereitet allen Beteiligten viel Freude und beim Training gibt immer viel zu lachen.

„Wir kommen teils aus ganz unterschiedlichen Welten, aber wenn wir uns zum Synchronschwimmen treffen, geht es um das gemeinsame Erlebnis in der Gruppe. Wir sind wie eine Familie. Die jüngeren Schwimmerinnen sind uns eine große Inspiration und Lernquelle. In unserem Sport geht es darum, eins mit dem Wasser zu werden und dabei Spaß zu haben.“

Wenn sie sich nicht gerade im oder am Schwimmbecken aufhält, findet man Natalia bei ihrer Arbeit als Werkstoffexpertin für Intensivpflegeausstattung wie Narkosegeräte und mechanische Beatmungsgeräte.

„Ich bin stolz darauf, bei Getinge mit Produkten zu arbeiten, die Gutes bewirken. Auch wenn ich ja eigentlich nur einen ganz kleinen Beitrag leiste, habe ich trotzdem das Gefühl, dass ich mit meiner Arbeit die Welt beim Atmen unterstütze.“

Die Leidenschaft für das Synchronschwimmen werden Natalia und ihre Tochter wohl für immer miteinander teilen. Am Tag von Natalias erstem Wettkampf veröffentlichte ihre Tochter eine Nachricht auf ihrer Facebook-Seite:

Heute hat meine geliebte Mama ihren ersten Wettkampf. Sie hat meine Leidenschaft für das Synchronschwimmen vom ersten Tag an unterstützt und heute darf endlich einmal ich diejenige sein, die ihr zujubelt. Ich bin unglaublich stolz auf sie.

„Plötzlich waren die Rollen vertauscht – das war ein furchtbar emotionaler Moment und als ich ihre rührende Nachricht las, blieben die Freudentränen natürlich nicht aus.“