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Patricia Chesnais, die Wüstenwanderin

Sie liebt den Sand unter ihren Füßen und nimmt es mit der Wüstenhitze auf.

Wenn man meilenweit nur Sand, Horizont und klaren blauen Himmel sieht, denkt man in besonders großen Dimensionen. So sieht es zumindest Patricia Chesnais, die schon seit Jahren Wüstenwanderungen unternimmt.

Mit Anfang zwanzig unternahm Patricia ihre erste Wüstenwanderung und war sofort begeistert.

„Ich war nie besonders sportlich, aber ich gehe gern wandern und verbringe Zeit in der Natur, um Neues zu entdecken. Deshalb war das perfekt für mich!“

Damals machte sie sich um ihre Sicherheit nicht viel Sorgen, doch heute ist sie vorsichtiger.

„Die Umgebung ist wunderschön, aber nicht ganz harmlos. Heute bringe ich immer einen Wanderführer mit. Es kam gelegentlich vor, dass er mich zum Beispiel vor giftigen Wüstenschlangen gerettet hat“, erklärt Patricia und lächelt.

Für sie geht es beim Durchwandern der Wüste nicht um das endgültige Ziel, sondern um die Wanderung selbst.

„Die Landschaft dort draußen ist so fantastisch, es ist eine ganz andere Welt. Jede Wanderung ist eine außergewöhnliche Reise, aber die tollste Reise erlebt man innerlich.“

In der Wüste, völlig abseits ihres Alltagslebens, ist diese innere Reise für Patricia allgegenwärtig. Hier kann sie über Dinge nachdenken, auf die sie sich bisher aus Zeitgründen nicht konzentrieren konnte.

„Ich besinne mich ganz auf den gegenwärtigen Moment und nichts stört meine Konzentration. Dort draußen denkt man in besonders großen Dimensionen.“

In den meisten Wüsten beträgt die Durchschnittstemperatur am Tage etwa 38 °C und fällt während der Nacht auf durchschnittlich -4 °C.

„Dieser Unterschied ist recht drastisch. Manchmal schlafe ich in Zelten, aber ich schlafe auch gern unter einem Baum oder direkt unter freiem Himmel. Es gibt nichts Friedlicheres, als im Sand zu liegen und bei voller Rundumsicht den Sternenhimmel zu betrachten. Alles erscheint so klar.“

Am Tag legt Patricia bei so einer Wanderung normalerweise etwa 40 Kilometer zurück. Bei so einer Hitze muss sie darauf achten, dass sie immer über genug Energie verfügt.

„Man weiß, dass man durstig wird und dass die Füße schmerzen werden. Ich bereite mich mental darauf vor und bringe, obwohl ich mein Gepäck leicht halte, alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände mit. Stets achte ich darauf, meine Energie einzuteilen und genug Energie für später aufzuheben, weil ich beim Wandern große Entfernungen zurücklege.“

In den meisten Fällen wandert Patricia allein, nur in Begleitung eines Wanderführers und eines Esels. Mitunter bringt sie aber auch Freunde mit oder findet auf ihrer Route neue Freunde.

„Man kann sehr lange wandern, ohne eine Menschenseele zu treffen, und selbst wenn man mit jemandem zusammen wandert, redet man nicht allzu viel miteinander. Ich glaube, was alle Wüstenwanderer miteinander verbindet, ist die Konzentration auf die innere Reise.“

Das Wüstenwandern steht durchaus im Kontrast zu ihrer Tätigkeit bei Getinge, bei der sie als Managing Director für den Vertriebs- und Servicebereich in Frankreich arbeitet.

„Bei Getinge arbeite ich nicht alleine. Im Gegenteil geht es eher darum, leidenschaftliche Mitarbeiter zusammenzuführen und gemeinsam auf dasselbe Ziel hinzuarbeiten – um letztendlich unseren Kunden zu helfen, mehr Leben zu retten“, erklärt Patricia. „Aber für die Ziele, die ich bei meiner Arbeit erreichen will, finde ich die Wüstenwanderungen auf jeden Fall nützlich. Unabhängig davon, wie sehr ich die Schönheit in der Wüste liebe, genieße ich es immer, voller frischer Energie in die Zivilisation zurückzukehren.“

Patricia hat bereits Wüsten in Australien, Spanien, Marokko, Mali, dem Oman und in den USA durchquert. Als Nächstes ist der Kilimandscharo dran.

„Das Bergmassiv ist von einer Wüste umgeben. Ich sehne mich schon nach einer neuen Herausforderung und freue mich auf die Reise dorthin. Unsere Welt ist voller wunderschöner Wüsten. Es gibt mehr von ihnen, als wir glauben. Es liegen also noch viele Wanderkilometer vor mir.“