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Stefano Federico, der Futsal Trainer

Dieser Trainer steht hinter seinem Team auf dem Weg zum Futsal-Weltmeister.

Stefano ist leidenschaftlicher Fußballspieler und trainiert andere, um sie zu besseren Fußballern zu machen. Am liebsten motiviert er seine Damen-Nationalmannschaft im Futsal*, damit sie auch weiterhin auf Weltklasse-Niveau spielt. Und er ist sich sicher, dass sie eines Tages das weltweit beste Team sein werden.

Der Fußball ist Stefano Federico schon seit seiner Kindheit wichtig. Und er wusste schon von Anfang an, dass er so lange wie möglich spielen und andere trainieren würde.

Vor einigen Jahren begann Stefano daher als Assistenztrainer für eine Gehörlosen-Mannschaft im Futsal. Dass er selbst taub ist, war dabei sowohl für Stefano selbst als auch für die Spieler ein großer Vorteil.

„Der größte Unterschied in einem gehörlosen Team besteht darin, dass wir nicht mit all dem Schreien und den störenden Geräuschen auf dem Feld zu kämpfen haben“, sagt Stefano und lacht. „So werden wir nicht abgelenkt und können uns viel besser konzentrieren. Alle Spieler haben engen Blickkontakt sowohl untereinander als auch mit dem Trainer. Dabei nutzen wir stets die Gebärdensprache. Es wird sehr intensiv und direkt diskutiert.“

Schließlich bekam Stefano die Gelegenheit, eine eigene Mannschaft zu trainieren. Er hat es geschafft, sich bis zu seinem jetzigen Posten als Trainer der deutschen Damen-Nationalmannschaft im Gehörlosen-Futsal hochzuarbeiten.

„Wir haben so viele talentierte Spielerinnen, aber die Möglichkeiten sind begrenzt. Bei uns gibt es nicht so viele Sponsoren und damit nicht so viel Geld wie im Fußball für Menschen ohne Behinderungen. Ich hoffe, dass wir eines Tages in diesem Sport die gleichen Möglichkeiten haben werden wie Menschen, die nicht taub sind“, so Stefano.

Als Trainier liebt er es am meisten, an der Seitenlinie zu stehen und seine Spielerinnen zu motivieren, im Spiel alles zu geben. „Was wir während des Trainings einstudiert haben, meine Theorien und Pläne, werden auf dem Platz lebendig. Wenn das Team erfolgreich ist, bin ich es auch.“

Stefano hat auch schon Herrenmannschaften im Fußball trainiert, was ganz anders ist als das Training mit Frauen. Er gibt zu, dass er gewisse Vorurteile hatte: „Ich dachte, es gäbe viele Konflikte und dass Frauen auf dem Feld nicht so stark sein würden wie Männer. Aber ich lag völlig falsch! Mein Eindruck ist jetzt, dass die Spielerinnen viel mehr einstecken können. Außerdem nehmen sie Kritik sehr neutral auf und sehen sie als Chance zur Weiterentwicklung. Sie fragen sich ständig: „Wie können wir das als Team gemeinsam lösen?“

Seine Nationalmannschaft ist sehr erfolgreich und rangiert auf Platz 2 in Europa. Doch für Stefano ist das noch nicht genug. „Unser Team hat großes Potenzial. Die nächste Gelegenheit unser Können zu zeigen, ist die Futsal-Weltmeisterschaft in der Schweiz im November dieses Jahres.“

Wenn Stefano nicht gerade seine Damen-Nationalmannschaft im Gehörlosen-Futsal zum Erfolg führt, arbeitet er in der Montage unserer Operationstische in Rastatt, Deutschland. „Ich bin stolz darauf, in einem Unternehmen zu arbeiten, in dem ich auf lange Sicht dazu beitragen kann, Menschenleben zu retten.“

Da Stefano bei Getinge arbeitet, seine Mannschaft trainiert und nebenher immer noch selbst Fußball spielt, gibt es auch Dinge, die bei ihm zu kurz kommen. Zum Beispiel Urlaube und das Entspannen am Wochenende. „Dank der Unterstützung meiner Familie kann ich jedoch gut damit umgehen. Hobbies und Herausforderungen sind mir sehr wichtig. Dabei fühle ich mich frei und es ist ein guter Kontrast zu meinem Alltag. Außerdem sorgt es für einen klaren Kopf und zeigt mir immer wieder neue Perspektiven.“

Im Moment gilt Stefanos Konzentration der kommenden Futsal-Weltmeisterschaft. „Es wird hart, noch härter als bei früheren Turnieren. Brasilien und der Iran werden zum Beispiel mit sehr starken Teams antreten. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir unser Limit noch nicht erreicht haben. Ich weiß, dass wir die Nummer eins werden können!“

 


*Futsal ist die vom Weltfußballverband FIFA anerkannte Variante des Hallenfußballs. Der Name leitet sich vom portugiesischen Ausdruck futebol de salão und dem spanischen fútbol sala (‚Hallenfußball‘) ab.