Getinge entwickelt KI-gestützte OP-Planung mit Torin Plan Optimizer weiter
Getinge gibt heute die Markteinführung des Torin Plan Optimizer bekannt, einer KI-gestützten Lösung zur Entscheidungsunterstützung bei der OP-Planung. Die Lösung geht über die Vorhersage der Eingriffsdauer hinaus und optimiert die Planung unter Berücksichtigung weiterer Abhängigkeiten – darunter die Verfügbarkeit von Operationssälen, Operateur und OP-Teams sowie postoperative Kapazitäten. Indem potenzielle Engpässe frühzeitig sichtbar werden, unterstützt die Lösung Krankenhäuser dabei, vorhandene OP-Kapazitäten besser zu nutzen, Störungen im OP-Plan zu reduzieren und eine verlässliche operative Versorgung sicherzustellen.

Krankenhäuser stehen zunehmend unter Druck, trotz Personalmangels und steigender Nachfrage nach medizinischer Versorgung mehr Patient*innen operativ zu behandeln. Wenn Eingriffsdauern, verfügbare Operationssäle, Operateur und OP-Teams sowie die Anforderungen an die postoperative Versorgung nicht aufeinander abgestimmt sind, kann dies zu Verzögerungen, Absagen und kurzfristigen Änderungen im OP-Plan führen.
„Wir setzen uns dafür ein, Innovationen voranzutreiben, die eine vernetzte, datengestützte und effiziente operative Versorgung unterstützen“, sagt Charlotte Enlund, Vice President Digital Health Solutions bei Getinge. „Bei unserem Ansatz für den Einsatz von KI stehen medizinische Fachkräfte weiterhin im Mittelpunkt der Entscheidungsfindung. KI ergänzt ihre Expertise durch verlässliche Erkenntnisse, die Teams dabei unterstützen, vorhandene Ressourcen effektiver einzusetzen und die OP-Planung verlässlicher zu gestalten.“
Torin Plan Optimizer analysiert historische und operative Daten eines Krankenhauses, um die Planung unter Berücksichtigung mehrerer voneinander abhängiger Faktoren zu unterstützen. Dazu zählen die voraussichtliche Eingriffsdauer, die Verfügbarkeit von Operateur und OP-Teams, patientenspezifische Anforderungen an die postoperative Versorgung sowie die Verfügbarkeit von Betten. KI-generierte Empfehlungen helfen den Teams dabei, verschiedene Optionen zu bewerten und den OP-Plan anzupassen. Die endgültige Entscheidung über die Planung bleibt dabei stets bei den medizinischen Fachkräften.
„Bei der OP-Planung müssen zahlreiche voneinander abhängige Prioritäten miteinander in Einklang gebracht werden. Dadurch ist es schwierig, die gesamten Auswirkungen einzelner Planungsentscheidungen manuell zu überblicken“, sagt Matthias Rath, Director of Product Management & Business Development OR Solutions bei Getinge. „KI-gestützte Entscheidungsunterstützung hilft Teams dabei, potenzielle Engpässe zu erkennen, bevor sie zu Störungen führen. So bleibt mehr Zeit, den OP-Plan anzupassen, vorhandene OP-Kapazitäten besser zu nutzen und dazu beizutragen, dass die Versorgung der Patient*innen planmäßig erfolgen kann.“
Torin Plan Optimizer wurde für die Integration in bestehende Krankenhausinfrastrukturen entwickelt und ist Teil des digitalen Ökosystems von Getinge, das perioperative Arbeitsabläufe von der präoperativen Planung bis zur postoperativen Versorgung miteinander vernetzt.