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Getinge übernimmt Vertrieb telemedizinischer Software zur digitalen Vernetzung von Krankenhäusern für das Technologieunternehmen Awesome Technologies

Mit dem Ziel, die Telemedizin in Deutschland und damit die Digitalisierung voranzubringen, arbeiten das Medizintechnikunternehmen Getinge und das junge deutsche Technologieunternehmen Awesome Technologies Innovationslabor GmbH künftig zusammen. Während Awesome Technologies die telemedizinische Software in Form einer App in die Kooperation einbringt, liefert Getinge die benötigten Kontakte, um ein Peer-to-Peer-Netzwerk zur digitalen Vernetzung von Krankenhäusern innerhalb von Deutschland aufbauen zu können und öffnet der App AMP.clinic damit einen breiten Markt.

Das Medizintechnikunternehmen Getinge bietet Produkte und Lösungen für Krankenhäuser und Life-Science Einrichtungen zur Verbesserung klinischer Ergebnisse und zur Optimierung von Arbeitsabläufen an. Das Angebot umfasst Lösungen für intensivmedizinische, kardiovaskuläre Eingriffe, Operationssäle, sterile Aufbereitung und im Bereich Life Science für die pharmazeutische Produktion und Forschungslabore. Mit AMP.clinic ergänzt Getinge das eigene Portfolio um eine telemedizinische Software, die es ihren Kunden ermöglicht, sich in einem ausgeprägten Peer-to-Peer-Netzwerk auf Augenhöhe auszutauschen und fachliche Expertise einzuholen. „Wir sehen Telemedizin als wichtigen Baustein beim Thema Digitalisierung in Krankenhäusern. Sie kann den Informationsaustausch über PatientInnen deutlich vereinfachen und auch verbessern“, erklärt Josef Hinterberger, Präsident DACH/BeNeLux Getinge.

Gerade bei medizinisch komplexen Fällen in der Intensivversorgung können Fragestellungen der unterschiedlichsten Fachdisziplinen auftreten. Beispielhaft wäre hier die Lungenersatztherapie ECMO (Extrakorporale Membranoxigenierung) bei Covid-19-PatientInnen zu nennen. Die Möglichkeit schnell und unkompliziert auf die Zweitmeinung intensivmedizinischer KollegInnen zurückgreifen zu können, versetzt ÄrztInnen in die Lage auch komplexere Fälle im eigenen Haus zu versorgen.

Zeichnet sich bei PatientInnen eine unvorhergesehene Entwicklung ab, lässt sich die Situation zunächst mit Unterstützung externer Fachexpertise einschätzen. So können PatientInnen auch bei komplexeren Fragestellungen im peripheren Krankenhaus in ihrer Wohnumgebung und damit in der Nähe ihres persönlichen Umfelds verbleiben.

Mit AMP.clinic werden PatientInnendaten − bei Bedarf inklusive Bildern − einfach, strukturiert und fallbasiert erfasst. Die App ermöglicht den Bedarfsorientierten Austausch zwischen Kliniken bzw. Fachzentren durch Videotelefonie, Echtzeit-Zugriff auf PatientInnendaten sowie schriftlicher Kommunikation. Der Zugriff erfolgt über mobile Endgeräte oder Browser-basiert. Konsile sind so örtlich unabhängig und zeitlich flexibel durchführbar – wenn erforderlich auch direkt am Krankenbett. Größere Investitionen in die IT-Infrastruktur sind nicht nötig.

Die Softwarelösung wird in einer Cloud-Umgebung betrieben, die über eine Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verfügt. Auch die Dokumentation des medizinischen Austauschs erfolgt rechtssicher und datenschutzkonform. „Wir sehen Datenschutz nicht als Ärgernis, sondern als wichtige Grundvoraussetzung für den Fortschritt der Digitalisierung“, erklären Dr. Cornelia Kolb und Dr. Christoph Günther, Geschäftsführung von Awesome Technologies. „Datenschutz ist kein Hindernis für Digitalisierung, wenn er von Anfang an mitgedacht wird.“

Ergebnisse der größten europäischen Telemedizinstudie TELnet@NRW mit mehr als 150.000 PatientInnen untermauern die positiven Effekte telemedizinischer Unterstützung auf die Behandlungsqualität der PatientInnen.1 „Wir sind davon überzeugt, durch unsere Kooperation einen wichtigen Beitrag für die Qualität und Sicherstellung der PatientInnenversorgung in Deutschland leisten zu können“, so Josef Hinterberger sicher.Erfahren Sie mehr über die telemedizinische Software AMP.clinic

Erfahren Sie mehr über Awesome Technologies Innovationslabor GmbH

Literatur:

[1] Marx G et al. J Med Internet Res 2022; 24(3):e34098

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