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Das Potenzial von Serviceverträgen optimal nutzen – worauf kommt es an?

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Getinge Service Technicians
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Serviceverträge sind ein wichtiger Faktor, um die Verfügbarkeit medizintechnischer Geräte sicherzustellen und gleichzeitig Kosten planbar zu halten. In diesem Interview erläutert Duane Hawkins, Service-Experte bei Getinge, worauf es bei einer hochwertigen Servicepartnerschaft ankommt und wie proaktive Wartung zu einem zuverlässigen Krankenhausbetrieb beiträgt.

Was macht einen Servicevertrag effektiv – und warum ist er wichtig für Verfügbarkeit und wirtschaftliche Effizienz?

Duane Hawkins: In Gesundheitseinrichtungen – insbesondere im Operationssaal, auf Intensivstationen und in der AEMP – ist es entscheidend, ungeplante Geräteausfälle zu minimieren. Zuverlässige Medizintechnik ist unerlässlich, um die Patientensicherheit zu gewährleisten, klinische Abläufe zu unterstützen und eine effiziente Patientenversorgung sicherzustellen.

Geräteausfälle können erhebliche betriebliche und finanzielle Folgen haben. Unerwartete Störungen führen möglicherweise zu Verzögerungen bei Eingriffen, beeinträchtigen die Produktivität und machen ungeplante Reparaturausgaben erforderlich. In manchen Fällen sind zusätzliche Budgetfreigaben notwendig, was Krankenhäuser vor finanzielle Herausforderungen stellt.

Serviceverträge helfen dabei, diese Risiken zu reduzieren.

Gesundheitseinrichtungen können je nach ihren betrieblichen Anforderungen und Budgetvorgaben zwischen unterschiedlichen Vertragsmodellen wählen. Diese reichen von Verträgen mit geplanter präventiver Wartung (Planned Preventive Maintenance, PPM) bis hin zu umfassenderen Vereinbarungen, die auch korrektive Instandhaltung und Ersatzteile einschließen.

PPM-Serviceverträge tragen dazu bei, Risiken zu minimieren, indem sie sicherstellen, dass Medizingeräte in festgelegten Intervallen überprüft, gewartet und instand gehalten werden. Umfassendere Verträge bieten darüber hinaus zusätzliche Vorteile, die zu einer höheren Geräteverfügbarkeit, größerer Budgetsicherheit und stabileren klinischen Abläufen beitragen können.

Die Wahl des passenden Leistungsumfangs auf Basis einer Bewertung der Anforderungen und Risiken ermöglicht es, die Instandhaltungsstrategie optimal an klinische und wirtschaftliche Ziele anzupassen.

Welche Rolle spielt die Expertise des Originalgeräteherstellers (OEM) bei Service und Wartung von Medizintechnik?

Duane Hawkins: Die Qualität und Wirksamkeit der Wartung medizintechnischer Geräte wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter technisches Fachwissen, der Zugang zu Herstellerinformationen sowie die Verfügbarkeit freigegebener Ersatzteile. Gesundheitseinrichtungen können Wartungsleistungen entweder direkt vom Originalgerätehersteller (OEM) oder von unabhängigen Serviceanbietern beziehen – abhängig von ihren Anforderungen und ihrer Service-Strategie.

Getinge beschäftigt Ingenieur:innen und Servicetechniker:innen, die produktspezifisch geschult werden und Zugang zu detaillierter technischer Dokumentation haben, die über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg entwickelt wurde. Dieses Wissen reicht von der Produktentwicklung und Konstruktion über Installation und Wartung bis hin zur Unterstützung am Ende des Produktlebenszyklus. Dadurch wird sichergestellt, dass Wartungsarbeiten gemäß den Herstellervorgaben durchgeführt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Zugang zu herstellerspezifischen Ressourcen. Getinge verfügt exklusiv über Originalersatzteile, Software-Updates, technische Mitteilungen und sicherheitsrelevante Informationen. Diese Ressourcen unterstützen konsistente Wartungsprozesse und tragen dazu bei, dass Geräte weiterhin den empfohlenen Leistungs- und Sicherheitsstandards des Herstellers entsprechen.

Auch die Ausgestaltung eines Servicevertrags kann Einfluss auf die Geschwindigkeit und Effizienz des technischen Supports haben. Einige Servicevereinbarungen beinhalten beispielsweise priorisierte Reaktionszeiten und klar definierte Supportprozesse. Dadurch lassen sich administrative Verzögerungen reduzieren und Probleme bei Geräteausfällen schneller lösen.

Getinge überwacht die Wirksamkeit seiner Serviceleistungen kontinuierlich anhand relevanter Leistungskennzahlen, darunter Reaktionszeiten, Lösungsquoten und Geräteverfügbarkeit. Die laufende Analyse dieser Kennzahlen liefert wertvolle Erkenntnisse über die Servicequalität und unterstützt fundierte Entscheidungen bei der Auswahl von Wartungsstrategien und Servicepartnern.

Welche Rolle spielen die Getinge-Servicetechniker*innen – und warum sind sie so wichtig?

Duane Hawkins: Die Servicetechniker*innen von Getinge spielen eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung von Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit von Getinge-Medizintechnik. Als direkte Ansprechpartner im Service sind sie für die Fehlerdiagnose, Reparaturen und die Durchführung präventiver Wartungsmaßnahmen verantwortlich.

Die Leistungsfähigkeit einer Serviceorganisation hängt maßgeblich von der technischen Kompetenz, dem Produktwissen und der Erfahrung ihrer Ingenieur:innen und Techniker:innen ab. Getinge legt daher großen Wert auf hochwertige Schulungen sowie die kontinuierliche Bewertung und Weiterentwicklung seiner Serviceteams. So wird sichergestellt, dass Geräte gemäß den Herstellervorgaben gewartet werden, Ausfallrisiken reduziert und stabile klinische Abläufe unterstützt werden.

Darüber hinaus verfügt Getinge über spezialisierte Service Contract Sales Manager, die gemeinsam mit Gesundheitseinrichtungen Gerätebestände analysieren, Anforderungen und Risikoprofile bewerten und die jeweils passende Instandhaltungsstrategie entwickeln.

Dieser partnerschaftliche Ansatz wird insbesondere in öffentlichen Gesundheitssystemen geschätzt, in denen Zuverlässigkeit, Compliance und Effizienz gleichermaßen wichtig sind.

Einige Krankenhäuser verfügen über eigene Medizintechnik-Teams. Arbeiten Sie mit diesen zusammen?

Duane Hawkins: Ja, selbstverständlich. Während viele Gesundheitseinrichtungen auf externe Servicepartner setzen, verfügen größere Krankenhäuser häufig über eigene technische Teams. Getinge unterstützt dieses Modell durch technische Schulungen, Zertifizierungsprogramme, Dokumentation sowie den Zugang zu Ersatzteilen.

Regelmäßige Schulungen und Rezertifizierungen helfen dabei sicherzustellen, dass die internen Techniker:innen stets mit aktuellen Wartungsverfahren, regulatorischen Anforderungen und Produktupdates vertraut sind.

Welches Fazit lässt sich zum Thema Serviceverträge ziehen?

Duane Hawkins: Gesundheitseinrichtungen stehen häufig unter Budgetdruck, was sich direkt auf Entscheidungen rund um Wartung und Serviceleistungen auswirkt. Deshalb entscheiden sich manche Einrichtungen für Wartungsverträge, die sich ausschließlich auf präventive Wartungsmaßnahmen konzentrieren und weitergehende Reparatur- oder Supportleistungen ausschließen.

Auch wenn solche Verträge kurzfristig Kosten sparen können, sollten die langfristigen Auswirkungen berücksichtigt werden. Geräteausfälle, bei denen Ersatzteile oder Reparaturen erforderlich werden, können ungeplante Kosten, Betriebsunterbrechungen und Verzögerungen verursachen. In kritischen Bereichen beeinträchtigen solche Störungen die Effizienz von Abläufen und erhöhen die Belastung für Personal und Ressourcen.

Umfassendere Serviceleistungen – beispielsweise Getinge Care Premium – kombinieren geplante Wartungsmaßnahmen mit reaktiven Serviceleistungen. Dadurch lassen sich die Zuverlässigkeit von Geräten verbessern, ungeplante Ausfallzeiten reduzieren und Budgets besser planen.

Bei der Auswahl eines Servicevertrags sollten kurzfristige Kostenerwägungen daher immer gegen die potenziellen betrieblichen und finanziellen Auswirkungen unerwarteter Geräteausfälle abgewogen werden.

Getinge verfolgt dabei einen partnerschaftlichen Ansatz: Gemeinsam mit den relevanten Stakeholdern werden Anforderungen analysiert und passende Lösungen entwickelt, um die Leistungsfähigkeit der Geräte zu maximieren, ihre Verfügbarkeit zu erhöhen und eine sichere sowie effektive Patientenversorgung zu unterstützen.

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