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Vier Faktoren, die Krankenhäuser kennen sollten

Die Gewährleistung von Patientensicherheit und einer unterbrechungsfreien Versorgung bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Effizienz gehört zu den zentralen Aufgaben im Krankenhausbetrieb. Medizintechnik muss daher zuverlässig, langlebig und jederzeit einsatzbereit sein. Vier wesentliche Faktoren beeinflussen die Verfügbarkeit medizintechnischer Geräte maßgeblich.

  1. Reparaturhäufigkeit

Wiederkehrende technische Probleme und Ausfälle wirken sich direkt auf Krankenhausabläufe und die betriebliche Effizienz aus. Eine steigende Anzahl von Reparaturen führt zu längeren Ausfallzeiten und häufigeren Serviceeinsätzen. Darüber hinaus verursachen ungeplante Reparaturen oft unerwartete Kosten und belasten die ohnehin knappen Budgets von Krankenhäusern zusätzlich.

Experteneinschätzung von Duane Hawkins:

„Die Einführung einer proaktiven Wartungsstrategie ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um dieser Herausforderung zu begegnen. Ein Servicevertrag sollte einen strukturierten Plan für die vorbeugende Wartung beinhalten. Dadurch wird sichergestellt, dass das Gerät ordnungsgemäß gewartet wird und potenzielle Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden können – noch bevor es zu einem Ausfall kommt und eine Reparatur erforderlich wird.

Mit diesem Ansatz verlängern sich die Intervalle zwischen möglichen Störungen, sodass Geräte über einen längeren Zeitraum klinisch verfügbar bleiben und eine höhere Betriebszeit erreicht wird.“

  1. Reparaturdauer

Die Zeitspanne, in der ein Gerät aufgrund einer Reparatur nicht genutzt werden kann, hat direkten Einfluss auf dessen Gesamtverfügbarkeit. Die Reparaturdauer wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter die Schwere des gemeldeten Problems, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die Effizienz der Lieferkette, logistische Prozesse sowie die Erreichbarkeit und Expertise der Servicetechniker, die die Reparatur durchführen.

Experteneinschätzung von Duane Hawkins:

„Wie bereits erwähnt, trägt eine proaktive Wartungsstrategie dazu bei, das Risiko von Reparaturen oder Ausfällen zu reduzieren – sowohl hinsichtlich ihrer Häufigkeit als auch ihrer Schwere. Darüber hinaus profitieren Krankenhäuser von der Zusammenarbeit mit dem Originalgerätehersteller (OEM) als Servicepartner, da dieser über umfassende Kenntnisse der Geräte und ihrer vorgesehenen Anwendung verfügt.

Getinge verfügt beispielsweise über exklusiven Zugang zu Originalersatzteilen, Spezialwerkzeugen und speziell geschulten Servicetechnikern. Dadurch können wir den Bedarf an Ersatzteilen sowie die geografische Verteilung der installierten Geräte kontinuierlich analysieren und sicherstellen, dass qualifizierte Techniker zeitnah verfügbar sind, um unsere Kunden bestmöglich zu unterstützen.“

  1. Anwenderschulung

Studien deuten darauf hin, dass ein häufiger Grund für Geräteausfälle auf unzureichende Schulungen von klinischen Anwendern oder technischen Mitarbeitern im Krankenhaus zurückzuführen ist. Untersuchungen zeigen, dass bis zu 70 % aller Reparaturen vermeidbar wären.

Experteneinschätzung von Duane Hawkins:

„Ein wichtiger Aspekt bei der Beschaffung von Medizintechnik sind strukturierte Schulungspakete – sowohl für klinische als auch für technische Teams. Diese stellen sicher, dass dokumentierte Schulungen verfügbar sind und regelmäßige Rezertifizierungen erfolgen können.

Alle Originalgerätehersteller sind verpflichtet, die Schulungsnachweise der geschulten Personen sorgfältig zu dokumentieren. Dies ist auch aus Sicht des Krankenhauses wichtig, um regulatorische Anforderungen und Compliance-Vorgaben zu erfüllen.

Getinge bietet Anwenderschulungen über den gesamten Lebenszyklus eines Geräts hinweg an. Dadurch wird ein sicherer und effektiver Betrieb unterstützt und gleichzeitig die Anzahl von Reparaturen aufgrund von Bedienfehlern reduziert.“

  1. Servicequalität

Ein entscheidender Faktor bei der Auswahl eines geeigneten Servicepartners ist die Qualität der Serviceleistungen. Dazu gehören der Einsatz von neuen Originalersatzteilen mit vollständiger Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette, eine lückenlose Servicedokumentation, die Verwendung geeigneter Werkzeuge sowie die kontinuierliche Schulung und Kompetenzbewertung der Servicetechniker.

Experteneinschätzung von Duane Hawkins:

„Eine zentrale Anforderung an Serviceanbieter ist die vollständige Unterstützung gemäß den Vorgaben des Originalgeräteherstellers. Dazu gehören vorbeugende Wartungsmaßnahmen und Reparaturen nach den offiziellen Service- und Reparaturhandbüchern sowie die Verwendung der entsprechenden Dokumentation und Werkzeuge.

Ebenso wichtig ist es, dass Servicetechniker regelmäßig geschult, rezertifiziert und bewertet werden, um ihre Kompetenz und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicherzustellen.

Dieser Ansatz gewährleistet, dass Geräte umfassend unterstützt werden und Zugang zu den neuesten Softwareversionen erhalten. Wenn sich Anforderungen ändern, können Geräte von diesen Verbesserungen profitieren – was letztlich zu einer höheren Verfügbarkeit führt.“

Conclusion

Die Verfügbarkeit medizintechnischer Geräte wird von mehreren Schlüsselfaktoren beeinflusst: der Reparaturhäufigkeit, der Reparaturdauer, der Anwenderschulung und der Qualität der Serviceleistungen.

Die Optimierung dieser Faktoren reduziert Ausfallzeiten, schafft mehr Kontrolle über unerwartete Kosten durch ungeplante Wartungsmaßnahmen und verbessert die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) über den gesamten Lebenszyklus eines Geräts hinweg.

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