Wie das Zusammenspiel von Technologien, Daten und Prozessen den perioperativen Workflow verändert und das OP-Team im Alltag unterstützt.
Der Operationssaal steht im Zentrum vieler klinischer Prozesse. Gleichzeitig ist er der Ort, an dem zahlreiche Systeme, Berufsgruppen und Informationen zusammenlaufen. Die Herausforderung besteht heute nicht mehr darin, einzelne Technologien bereitzustellen, sondern sie wirksam miteinander zu vernetzen. Die entscheidende Frage ist deshalb, wie gut Technologie, Daten, Menschen und Prozesse zusammenspielen. Genau darin liegt der Schlüssel zu mehr Transparenz, besserer Planung und einem effizienteren Krankenhausbetrieb.
Im OP treffen heute zahlreiche Technologien und Prozesse aufeinander. Wo Systeme isoliert arbeiten, entstehen Medienbrüche, doppelte Eingaben und Informationslücken. Ein wirklich vernetzter OP betrachtet deshalb das gesamte perioperative Umfeld – von der Planung und Vorbereitung über den Eingriff bis zur Dokumentation und Sterilgutversorgung.
Wenn Informationen dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden
Herausforderungen entstehen vor allem an den Schnittstellen: zwischen OP-Planung, Patient:innenaufnahme, OP-Koordination, Dokumentation, Aufbereitung und Sterilgutversorgung sowie der postoperativen Kapazitätsplanung. Informationen wie OP-Zeiten, Ressourcen, Instrumentenbedarf oder Änderungen im Tagesplan werden teilweise mehrfach erfasst oder manuell übertragen.
Genau hier setzt der ganzheitliche Ansatz von Getinge an: Statt einzelne Systeme isoliert zu betrachten, geht es darum, Informationen und Prozesse miteinander zu verbinden. Werden relevante Daten durchgängig verfügbar, lassen sich Änderungen, Verzögerungen oder fehlende Ressourcen schneller erkennen und besser koordinieren. Dabei sollte die Planung nicht am OP-Saal enden: Zur Planung gehören deshalb nicht nur OP-Säle, sondern auch Personal, Material, Intensiv- und Überwachungskapazitäten (IMC), Patient:innentransporte sowie die Sterilgutversorgung.
Daten schaffen die Grundlage
Daten schaffen die Grundlage für mehr Transparenz, bessere Planbarkeit und fundierte Entscheidungen. Besonders in der OP-Planung liegt Potenzial: Realistischere OP-Dauern, eine bessere Ressourcenzuordnung und die vorausschauende Berücksichtigung von Intensiv- und IMC-Bedarf können kurzfristige Umplanungen reduzieren. Auch im laufenden OP-Betrieb können Daten zu Raumbelegung, Verzögerungen oder Prozesszeiten helfen, den Überblick zu behalten.
Für Getinge bedeutet Vernetzung deshalb nicht, möglichst viele Daten zu sammeln. Entscheidend ist, sie im richtigen Kontext, zur richtigen Zeit und für die jeweils relevanten Rollen nutzbar zu machen. Strukturierte Daten können zudem doppelte Dokumentationsarbeit reduzieren, die Nachvollziehbarkeit erhöhen und perspektivisch eine bessere Entscheidungsunterstützung ermöglichen.
Technologie muss dem Menschen dienen
Bei aller Digitalisierung bleibt der Mensch im Mittelpunkt. Technologie sollte das OP-Team nicht mit zusätzlichen Systemen belasten, sondern den Arbeitsalltag spürbar erleichtern. Wenn doppelte Dokumentationen, manuelle Statusabfragen, die Suche nach Informationen oder kurzfristige Koordinationsaufgaben reduziert werden, bleibt mehr Aufmerksamkeit für Patient:innensicherheit, klinische Entscheidungen und die Zusammenarbeit im Team.
„Das Ziel ist nicht mehr Digitalisierung, sondern eine bessere Unterstützung klinischer Entscheidungen, eine effizientere Nutzung von Ressourcen und mehr Zeit für die Versorgung der Patientinnen und Patienten“, sagt Christoph Sandrock, Head of Sales DHS – West Europe & Commercial Strategy bei Getinge.
Digitalisierung ist damit kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass sich digitale Lösungen sinnvoll in bestehende Abläufe integrieren, Komplexität reduzieren und Informationen dort verfügbar machen, wo sie benötigt werden.
Zukunftsfähig heißt weiterdenken
Ein zukunftsfähiger OP sollte dabei nicht für einen einzelnen Technologiezyklus geplant werden. Flexible, skalierbare Architekturen und offene Schnittstellen schaffen die Voraussetzung dafür, neue Anwendungen und Technologien künftig integrieren und den OP kontinuierlich weiterentwickeln zu können. Datenbasierte Planung, Analytics, automatisierte Workflows oder KI-gestützte Anwendungen können so Schritt für Schritt Teil eines vernetzten Gesamtsystems werden.
Der OP der Zukunft ist damit kein isolierter Hightech-Raum, sondern ein intelligenter Knotenpunkt im Krankenhaus – verbunden mit Menschen, Prozessen, Daten und Entscheidungen. Je besser dieses Zusammenspiel gelingt, desto besser lassen sich Ressourcen koordinieren, Mitarbeitende entlasten und Versorgungsprozesse gestalten. Vernetzung wird damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für das Krankenhaus der Zukunft.
Dieser Beitrag wurde erstmals im Rahmen der Mediaplanet-Kampagne ‚Krankenhaus der Zukunft‘ veröffentlicht.