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ARDS tree lung image

Diagnose und Optimierung der Behandlung des akuten Atemnotsyndroms (ARDS, acute respiratory distress syndrome)

ARDS ist ein Syndrom, das offenbar selten erkannt, unterbehandelt und mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden ist. ARDS schreitet progressiv fort und es besteht ein Behandlungsfenster zur frühzeitigen Behandlung, das genutzt werden kann.[1]

Die Herausforderung

Die Versorgung von Patienten mit ARDS ist kompliziert, mit langen Krankenhausaufenthalten verbunden und verbraucht erhebliche Ressourcen im Gesundheitswesen.[2]  ARDS scheint in Bezug auf den Einsatz empfohlener Ansätze bei der maschinellen Beatmung und die Verwendung einiger Begleitmaßnahmen unterbehandelt zu sein. Diese Ergebnisse zeigen ein Verbesserungspotenzial bei der Behandlung von Patienten mit ARDS.[1]

Klinische Anzeichen und Symptome von ARDS

ARDS wird auch heute noch selten diagnostiziert: Nur 60,2 % der Fälle werden von Ärzten erkannt.[1]

Clinical sign ref. [3]; Severe ref. [4]

ARDS: Die klinische Herausforderung

Erfahren Sie mehr über die Herausforderung bei Diagnose und Behandlung des
akuten Atemnotsyndroms (ARDS).

Download the ARDS brochure

Die aktuellen Empfehlungen

American Thoracic Society/European Society of Intensive Care Medicine/Society of Critical Care Medicine
Clinical Practice Guideline:
Mechanical Ventilation in Adult Patients with Acute Respiratory Distress Syndrome[5],[6]
Behandlung
Empfehlung
Stärke der Empfehlung

Maschinelle Beatmung mit niedrigen Tidalvolumina und Inspirationsdrücken

Es wird empfohlen, dass erwachsene Patienten mit ARDS eine maschinelle Beatmung mit einem begrenztem Tidalvolumen von 4 bis 8 ml/kg PBW und inspiratorischen Plateaudrücken < 30 cmH
2O erhalten.

Starke Empfehlung mit mittlerem Vertrauen in die voraussichtliche Wirkung

Bauchlagerung

Es wird empfohlen, dass erwachsene Patienten mit schwerem ARDS mehr als 12 Stunden pro Tag in Bauchlage gelagert werden.

Starke Empfehlung mit mittlerem bis hohem Vertrauen in die voraussichtliche Wirkung.

Hochfrequenzoszillationsventilation (HFOV)

Es wird empfohlen, HFOV nicht routinemäßig bei Patienten mit mäßigem oder schwerem ARDS anzuwenden.

Starke Empfehlung mit mittlerem bis hohem Vertrauen in die voraussichtliche Wirkung.

Hoher PEEP vs. niedriger PEEP

Es wird vorgeschlagen, dass Patienten mit mäßigem oder schwerem ARDS tendenziell einen höheren PEEP erhalten sollten.

Bedingte Empfehlung mit mittlerem Vertrauen in die voraussichtliche Wirkung.

Recruitment-Manöver (RMs)

Es wird vorgeschlagen, bei erwachsenen Patienten mit ARDS RMs durchzuführen.

Bedingte Empfehlung mit mittlerem Vertrauen in die voraussichtliche Wirkung.

Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO)

Zusätzliche Nachweise sind erforderlich, um eine endgültige Empfehlung für oder gegen ECMO bei Patienten mit schwerem ARDS abzugeben.

Es werden fortlaufende Forschungen zur Messung der klinischen Ergebnisse schwerer ARDS-Patienten, die ECMO erhalten, empfohlen.

ECLS (ECMO) therapy in ICU for adult patients with ARDS

Laden Sie sich unseren ARDS Behandlungsleitfaden herunter:

Es ist wichtig, den Volumenstatus zu kennen

Täglich stehen die Ärzte auf der Intensivstation bei Patienten mit Kreislaufversagen und beeinträchtigter Lungenfunktion diesem therapeutischen Dilemma gegenüber: Soll eine Flüssigkeitsgabe verordnet werden?

Im Falle eines schweren ARDS in Verbindung mit einem Schock wurde vorgeschlagen, die Verwendung fortschrittlicher Überwachungsgeräte in einer früheren Phase in Betracht zu ziehen, um die Bestimmung eines logischen therapeutischen Ansatzes zu unterstützen.

 

Quelle [7]

Das Ziel der Beatmung

Ziel der mechanischen Beatmung bei Patienten mit ARDS ist es, den Gasaustausch
aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Komplikationen wie beatmungsbedingte Lungenschädigung
(VILI), beatmungsbedingte Pneumonie (VAP) oder beatmungsbedingte
Zwerchfellfehlfunktion (VIDD) zu vermeiden.[5]

siehe Literaturangaben [5], [8], [9]

Advanced hemodynamic Monitoring

Diagnose eines Lungenödems am Patientenbett

ARDS zeichnet sich durch ein Lungenödem, Flüssigkeitsansammlung im Interstitium des Lungengewebes und/oder den Alveolen, aus. Dies führt zu einem gestörten Gasaustausch und kann sogar ein Lungenversagen verursachen. Das Ausmaß des Lungenödems kann ganz einfach bettseitig durch eine Messung des extravaskulären Lungenwasserindex (ELWI) quantifiziert werden. Die nächste wichtige Frage lautet: Was ist die Ursache des Lungenödems? Eine Differentialdiagnose ermöglicht der pulmonalvaskuläre Permeabilitätsindex (PVPI). Bei einem kardial bedingten Lungenödem wird eine negative Flüssigkeitsbilanz angestrebt, während bei einem permeabilitätsbedingten Lungenödem die Bekämpfung der Entzündungsursache im Vordergrund steht.

Erfahren Sie mehr über hämodynamische Parameter

Cardiohelp System

ECMO bei ARDS

Die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) bei schwerem akuten Atemversagen wurde vor mehr als 40 Jahren vorgeschlagen.[10]   Seitdem ist ECMO dank technologischer Verbesserungen sicherer und einfacher anzuwenden geworden, was eine breitere Anwendung bei akutem Atemversagen ermöglicht.[11]  VV-ECMO ist zur bevorzugten Behandlung von Patienten mit Atemversagen geworden, die refraktär gegenüber optimaler maschineller Beatmung und konventioneller medizinischer Behandlung sind.[12] 

Erfahren Sie mehr über die Optionen von ECMO

Extrakorporale Membranoxygenierung
bei schwerem akutem Atemnotsyndrom
Die EOLIA-Studie

Die Wirksamkeit der venovenosen extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) bei Patienten mit schwerem akutem Atemnotsyndrom (ARDS) bleibt kontrovers. [13] Die EOLIA-Studie wurde entwickelt, um die Wirkung einer frühzeitigen Initiierung der ECMO bei Patienten mit den schwersten ARDS-Formen  zu ermitteln.[1

ECLS (ECMO) therapy in ICU for adult patients with ARDS

Frühzeitige ECMO

 
35 % Sterblichkeit
(44/124)
ECLS (ECMO) therapy in ICU for adult patients with ARDS

249 Patienten

 
124 erhielten sofortige vv-ECMO und
125 weitere konventionelle Behandlungen
ECLS (ECMO) therapy in ICU for adult patients with ARDS

Herkömmliche Beatmung*

 
46 % Sterblichkeit
(57/125)

*ggf. mit ECMO als Rettung

Veröffentlicht: Combes et al, New England Journal of Medicine 2018; 378:

Die Wirksamkeit der venovenösen extrakorporalen Membranoxygenierung (vv-ECMO) bei Patienten mit schwerem akutem Atemnotsyndrom (ARDS) bleibt kontrovers. Die EOLIA-Studie wurde entwickelt, um die Auswirkungen einer frühzeitigen Initiierung der ECMO bei Patienten mit den schwersten ARDS-Formen zu ermitteln.

Extracorporeal Life Support

Unser breites, erstklassiges Produktportfolio für den kurzfristigen oder längeren Extracorporeal Life Support (ECLS) oder die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO, extracorporeal membrane oxygenation) umfasst eine Auswahl an Geräten und Verbrauchsmaterialien für eine extrakorporale Herz- und/oder Lungenunterstützung. Dazu gehören Zentrifugalpumpen, Oxygenatoren, Heizungen, Schlauchsets, Katheter und Kanülen.

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Erweitertes hämodynamisches Monitoring

Praxisorientierte Monitoringsysteme und Verbrauchsartikel zur Diagnose und Behandlung kritisch kranker Patienten.

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Beatmungsgeräte für die Intensivstation

Leicht zu bedienende Beatmungsgeräte für die Intensivtherapie mit Funktionen zur Verringerung von Komplikationen und einer früheren Entwöhnung von Patienten bei invasiver und nicht invasiver Beatmung: von der Intensivstation bis zum Überwachungsraum. Diese Geräte eignen sich für alle Patientenkategorien.

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Alle Literaturangaben

  1. Bellani G, Laffey JG, Pham T, et al. LUNG SAFE Investigators; ESICM Trials Group. Epidemiology, Patterns of Care, and Mor­tality for Patients With Acute Respiratory Distress Syndrome in Intensive Care Units in 50 Countries. JAMA. 2016 Feb 23;315(8):788- 800.

  2. Bice T, Cox CE, Carson SS. Cost and health care utilization in ARDS--different from other critical illness? Semin Respir Crit Care Med. 2013 Aug;34(4):529-36.

  3. Health Topic "ARDS" on National Heart, Lung, and Blood Institute

  4. ARDS Definition Task Force, Ranieri VM, Rubenfeld GD, Thompson BT, Ferguson, et al. Acute respiratory distress syndrome: the Berlin Definition. JAMA. 2012 Jun

  5. Fan E, Brodie D, Slutsky AS. Acute Respiratory Distress Syndrome: Advances in Diagnosis and Treatment. JAMA. 2018 Feb 20;319(7):698-710.

  6. Fan E, Del Sorbo L, Goligher EC, et al. American Thoracic Society, European Society of Intensive Care Medicine, and Society of Critical Care Medicine. An Official American Thoracic Society/European Society of Intensive Care Medicine/Society of Critical Care Medicine Clinical Practice Guideline: Mechanical Ventilation in Adult Patients with Acute Respiratory Distress Syndrome. Am J Respir Crit Care Med. 2017 May 1;195(9):1253-1263.

  7. Teboul, JL., Saugel, B., Cecconi, M. et al. Intensive Care Med (2016) 42: 1350. hps://doi.org/10.1007/s00134-016-4375-7

  8. Amato MB, Meade MO, Slutsky AS, et al. Driving pressure and survival in the acute respiratory distress syndrome. N Engl J Med.2015 Feb 19;372(8):747-55.

  9. Yoshida T,Fujino Y, Amato MB, Kavanagh BP. Fifty Years of Research in ARDS. Spontaneous Breathing during Mechanical Ventilation Risks, Mechanisms, and Management. Am J Respir Crit Care Med Vol 195, Iss 8, pp 985–992, Apr 15, 2017.

  10. Ventetuolo CE, Muratore CS. Extracorporeal life support in critically ill adults. Am J Respir Crit Care Med. 2014;190(5):497–508.

  11. Toshiyuki Aokage, Kenneth Palmér, Shingo Ichiba and Shinhiro Takeda; Extracorporeal membrane oxygenation for acute respiratory distress syndrome; Journal of Intensive Care20153:17

  12. MacCallum NS1, Evans TW.; Epidemiology of acute lung injury. Curr Opin Crit Care. 2005 Feb;11(1):43-9.

  13. Extracorporeal Membrane Oxygenation for Severe Acute Respiratory Distress Syndrome